Mehr als die Hälfte der verarbeiteten Kunststoffe für die Filamentproduktion sind bei Extrudr Biokunststoffe. Doch was genau sind Biokunststoffe? Laut European Bioplastics sind dies Polymere die biobasiert, biologisch abbaubar oder beides sind. Grundsätzlich lassen sich alle Biokunststoffe in drei Kategorien unterteilen.
- aus nachwachsenden Rohstoffen, biologisch abbaubar
- aus nachwachsenden Rohstoffen, biologisch nicht abbaubar
- aus fossilen Rohstoffen, biologisch abbaubar
Die Extrudr Filamente werden aus Biokunststoffen hergestellt, welche aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und biologisch abbaubar sind. Dazu zählen die Materialien PLA, GreenTEC, GreenTEC Pro, FLAX, WOOD und PEARL. Materialien, wie ASA, ABS, PETG, PCTG, XPETG und TPU, basieren auf fossilen Rohstoffen und sind nicht biologisch abbaubar.

Biobasierte Kunststoffe
Biobasierte Kunststoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Zuckerrohr, Kartoffeln, Sojabohnen oder pflanzlichen Ölen gewonnen. Durch Fermentation von Biomasse werden entweder die Ausgangsstoffe oder direkt die Biopolymere hergestellt. Bei PLA wird beispielsweise im ersten Schritt nur das Monomer gewonnen. In weiterer Folge muss dieses durch Polymerisation zu einem Polymer verarbeitet werden. Biokunststoffe, wie zum Beispiel PHA und PHB, werden durch die direkte Biosynthese hergestellt. Eine andere Möglichkeit ist die Extraktion und Modifikation von in der Natur vorkommenden Biopolymeren, wie etwa Cellulose oder Stärke. Die chemische Zusammensetzung und die Morphologie der Polymere bestimmen die Eigenschaften der Biokunststoffe. In vielen Fällen können die Eigenschaftsprofile petrochemischer Kunststoffe erreicht werden. So ist GreenTEC Pro eine biobasierte Alternative zu den gebräuchlichen Industriematerialien aus fossilen Rohstoffen mit vergleichbarer Stabilität und Wärmeformbeständigkeit. Natürlichkeit ist auch in der Optik und angenehmen Haptik zu erkennen, insbesondere bei den Materialien der BIO-Designreihe - WOOD, PEARL und FLAX.
Biologische Abbaubarkeit
Nicht alle Kunststoffe aus nachwachsenden Kunststoffen sind auch biologisch abbaubar. Jene die es sind, können ohne schädliche Rückstände in deren elementaren Bestandteile, wie Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und weitere Materialien, aufgelöst werden. Wenn es die chemische Struktur des Kunststoffs zulässt, sind auch Kunststoffe aus fossilen Rohstoffen biologisch abbaubar. Umgekehrt gibt es Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bei denen die Struktur keine biologische Abbaubarkeit zulässt.
Generell ist die benötigte Zeit für die Abbaubarkeit unbedeutend, außer es handelt sich um kompostierbare Kunststoffe. Kompostierbare Kunststoffe sind eine spezifische Unterkategorie der biologisch abbaubaren Kunststoffe. Normen geben die Zeit und notwendige Umgebung vor, welche für die Abbaubarkeit eingehalten werden müssen. Die speziellen Bedingungen für einen Abbau sind die passende Feuchtigkeit, Temperatur, Sauerstoffzufuhr und Mikroorganismen. Beispielsweise fordert die Norm DIN EN 13432 die Zersetzung des Materials zu mindesten 90 % innerhalb von 90 Tagen in einer industriellen Kompostieranlage.
Konventionelle Kunststoffe
Trotz der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit werden konventionelle Kunststoffe aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit weiterhin unverzichtbar sein. Konventionelle Kunststoffe lassen sich durch Recycling der Kreislaufwirtschaft zurückführen. Vorreiter bei der Recyclingfähigkeit ist PETG. Die Wiederverwertung trägt dazu bei, die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen zu verringern und die Nutzung von Abfallstoffen zu maximieren.
Verwendete Quelle: www.european-bioplastics.org/bioplastics

