Das Aerospace Team Graz (ASTG) ist ein interdisziplinärer Studentenverein, der Raketen für internationale Wettbewerbe entwickelt. Mit dem Gewinn des Gesamtsiegs bei der EuRoC 2023 (European Rocketry Challenge) und weiteren Preisen in den Jahren zuvor hat sich das Team als eine der besten Hochschulgruppen in Europa etabliert.
Präzise Bauteilmontage mit Filament
Filament dient als vielseitiger Werkstoff für die Herstellung von Bauteilträgern in der Rakete. Diese Halterungen tragen Komponenten wie Platinen, Flugcomputer und Onboard-Kameras, die für die Steuerung und Datenerfassung der Rakete unerlässlich sind.

Prototypenentwicklung für komplexe Baugruppen
Bevor teure Metallkomponenten für die Rakete gefertigt werden, erstellt das Aerospace Team Graz Prototypen aus Extrudr PLA NX2. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Funktionsweise und Belastbarkeit der Bauteile im Vorfeld zu testen und optimieren. So kann das Team Designfehler frühzeitig erkennen und kostspielige Fehlproduktionen vermeiden.
Airbreak Modell
Second Deployment Cover: Schutz durch innovative Materialwahl
Ein besonders innovativer Anwendungsfall von Filament ist das Second Deployment Cover. Dieses Bauteil spielt eine entscheidende Rolle beim sicheren Öffnen des Hauptfallschirms der Rakete. Der Fallschirm wird zunächst durch einen Verzögerungsschirm und eine Leine am Öffnen gehindert. Sobald die Rakete die gewünschte Höhe erreicht hat, wird eine Sprengladung gezündet, die den Bolzen der Leine zerstört und den Hauptfallschirm freigibt.
Um den beim Abschuss des Bolzens entstehenden hohen Kräften standzuhalten, war ein Material mit besonderen Eigenschaften erforderlich. Nach umfangreichen Tests hat sich das Extrudr Filament FLEX Medium als die beste Wahl erwiesen. Im Gegensatz zu Materialien wie Kevlar oder Carbonfasern, die von dem Bolzen durchbrochen werden könnten, absorbiert FLEX Medium die Energie und verhindert so Beschädigungen am Second Deployment Cover.
Second Deployment Test

