Das richtige Lagern von 3D-Druck-Filament ist von entscheidender Bedeutung, um die Qualität und Druckfähigkeit der Materialien über die Zeit hinweg aufrechtzuerhalten. Hier sind einige wertvolle Tipps, um sicherzustellen, dass die Filamente in bestem Zustand bleiben.
Trockenheit und sauberes Verstauen sind der Schlüssel zum Erfolg. Je nach Material sind die hygroskopischen Eigenschaften stärker (Nylon) oder schwächer (PLA) ausgeprägt. Hygroskopie bedeutet, dass das Material Wasser aus der Umgebung aufnehmen oder abgeben kann, je nach vorherrschenden Feuchtigkeitsbedingungen. Feuchtes Filament führt zu Qualitätsminderung und Druckproblemen. Daher ist die Lagerung an einem trockenen Ort wichtig. Optimal ist eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 50%. Sauberes Verstauen schütz vor Staub. Denn gelangen Staubpartikel in die Düse, kann diese verstopfen. Nach dem Druckvorgang sollten die Filamente wieder verschlossen verstaut werden.
Bei einer feuchten Umgebung oder bei feuchtigkeitsempfindlichen Filamenten ist die Verwendung von Silikagel bei der Filamentlagerung wichtig, um überschüssige Feuchtigkeit zu absorbieren und die Filamente so zu schützen. Die Extrudr Filamente werden in einem versiegelten Beutel mit Trockenmittel geliefert. Wird das Filament nicht sofort für einen Druck benötigt, soll dieses in der Originalverpackung aufbewahrt werden.
Die Lagerung bei Raumtemperatur ist ideal. Zu hohe oder niedrige Temperaturen beeinflussen ebenfalls die Qualität der Filamente. Auch vor Licht sollen Filamente geschützt sein, denn nicht jedes Material ist UV-beständig. UV-Strahlung hat Einfluss auf die Farbe und Qualität der Produkte.
Filamente werden nach dem FIFO-Prinzip (First In - First out) verwendet. Älteres Filament wird zuerst aufgebraucht, um sicher zu gehen, dass keine Spule zu lange gelagert wird. Bei ordnungsgemäßer Lagerung kann Filament problemlos zwei Jahre gelagert werden.
Durch das Befolgen dieser Tipps kann sichergestellt werden, dass die Filamente stets in bestem Zustand sind. Eine sorgfältige Lagerung führt zu konsistenten und qualitativ hochwertigen Druckergebnissen. Sollte das Filament dennoch einmal zu feucht geworden sein, kann dieses getrocknet werden. Feuchtes Filament erkennt man daran, dass es in der Düse “knistert”, denn die Luftbläschen werden verdampft. Auch die Oberflächenqualität leidet darunter.

